Internetberatung Sven Przepiorka

Ein paar Empfehlungen für Manhattan

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2012 war ich nach langer Zeit mal wieder in New York und habe mich direkt wieder in die Stadt verliebt. Hoffentlich klappt es 2013 ja erneut mit einer kurzen Reise dahin.

Bei ToKo und bei Frank gibt es jeweils eine wunderbare Zusammenstellung von Tips für eine Reise nach New York. Ein paar persönliche Empfehlungen kann ich jedoch unsortiert ergänzen.

Als Hotel kann ich das Cassa Hotel & Residences in Midtown empfehlen. Es ist noch relativ neu, hat schöne New York-typische Zimmer mit überwiegend guten Ausblicken auf das Empire State Building oder das Chrysler Building und liegt dabei sehr zentral. Das Rockefeller Center, Grand Central, Times Square - alles ist in 5-10 Minuten zu Fuß erreichbar.

Wenn man nicht viel Zeit hat und man muss sich entscheiden, welchen Blick man über New York genießen will, so ist Top of the Rock sehr empfehlenswert. Die Aussichtsplattform vom Rockefeller Center bietet einen grandiosen Blick über ganz Manhattan. Und es hat den Vorteil, dass man auf das Empire State Building schauen kann. Ich würde immer zweimal auf die Plattform fahren: einmal am frühen Morgen und dann noch einmal am frühen Abend. Dann sollte man an einem schönen Tag unbedingt auf den Sonnenuntergang warten und beobachten, wie langsam alle Lichter der Stadt angegehen. Aber Obacht! Am Wochenende fehlen einige Lichter in der Skyline, daher lieber Montags bis Donnerstags auf die Plattform fahren. Tickets kann man wunderbar vorab im Internet kaufen. Längere Wartezeiten entfallen so.

Der Klassiker ist jedoch der Besuch der Aussichtsplattform des Empire State Buildings. Genau genommen gibt es zwei. Es gibt einmal das Main Deck im 86. Stock, bei der man im Freien steht, und zum anderen das Top Deck im 102. Stock. Letztere befindet sich in der Spitze des Gebäudes, ist knapp 30 Quadratmeter groß und man durch die alten Scheiben eher schlecht als recht sehen. Das Geld kann man sich sparen. Insgesamt ist der Blick meiner Meinung nach weniger gut als beim Rockefeller Center. In Richtung Süden gibt es kaum etwas in unmittelbarer Nähe zu sehen, in Richtung Norden kann man den Central Park nur erahnen. Aber es ist eben das Empire State Building. So oder so. Einen Blick in die Lobby sollte man unbedingt werden.

Eine Aussichtsplattform für das Chrysler Building gibt es übrigens nicht. Die Lobby kann man allerdings besuchen.

Die Grand Central Station lohnt sich besonders am frühen Morgen, wenn hunderte Züge im Minutentakt tausende Pendler ausspucken. Ein sehr interessantes Erlebnis.

Bei der Gelegenheit kann man in der Grand Central Station auch direkt wunderbar frühstücken. Der Name des Restaurants ist mir leider entfallen. Aber wenn man von der großen Halle der Grand Central Station die Rolltreppen in Richtung MetLife Building hochfährt und die rechte Passage nimmt, stößt man direkt drauf. Wahrscheinlich gibt es noch dutzende andere Restaurants mit klassischem amerikanischen Frühstück. Aber die Pancakes mit Sirup oder Rühreier mit Speck und Kartoffeln kann ich hier echt empfehlen.

Ansonsten sind auch die Filialen von Pret a Manger für das Essen zwischendurch empfehlen. Die Kette wirbt damit, dass alle Bestandteile der Sandwiches ohne jegliche Zusatzstoffe und frisch sind. Alle Sandwiches werden am Tag des Verkaufs frisch zubereitet und sind echt bezahlbar.

Wunderbare Steaks kann bei Gallagher essen. Mit rund 45 Dollar für das Fleisch sind sie alles andere als günstig, aber sie sind es auch jeden Cent wert. Jedes Steak danach hat es schwer. Ich würde immer unter der Woche Abends einen Tisch reservieren, wenn Banker nach der Arbeit dort zu Abend essen. Dann ist aber ein Jackett Pflicht. Am Wochenende geht es auch ohne. Als Alternative bietet sich das The Benjamin. Ich war selbst nicht da gewesen, aber laut Hotel sind dort die Preise und die Qualität gleich wie im Gallaghers. Allerdings wird hier ein jüngeres Publikum angesprochen. Ein Jackett ist dennoch empfehlenswert.

Das Rockefeller Center lohnt sich nicht nur wegen der Aussichtsplattform oder - wenn es jahreszeitlich passt - wegen der Eisbahn davor. Hinter der berühmten Prometheus-Statue befindet sich eine kleine Shopping-Galerie. Hier kann man u.a. noch einen klassischen Schuhputz-Salon finden, zwei Verkaufsstellen mit ansprechenden Postkarten und eine US Post-Filiale.

Die 5th Avenue sollte man einmal von der Grand Central Station bis zum Central Park hoch und auf der anderen Straßenseite wieder runterlaufen. Alle wichtigen Geschäfte finden sich hier. Wer auf Hollister oder Abercrombie & Fitch steht, sollte sich in beiden Läden eindecken. Die Preise sind im Vergleich zu Europa nahezu lächerlich.

Ein Highlight auf der 5th Avenue ist sicherlich der gläserne Apple Store. Hier findet man - wie eigentlich in jedem Apple Store - auch kostenloses Internet in einer sehr guten Geschwindigkeit.

Auch wenn auf der 5th Avenue alle wichtigen Länden zu finden sind, die richtig tollen Läden sind erst auf der Lexington Avenue sowie Madison Avenue ab der 58. Straße. Ein Vorteil dieser Ecke ist, dass man seine Kreditkarte stets in der Hosentasche lassen kann, weil nahezu alles unbezahlbar ist. Wenn gerade Sale ist, kann sich ein Besuch bei Bloomingdales dennoch lohnen.

In der Nähe von Bloomingdales findet sich auch die Roosevelt Island Tram Station. Mit einer Seilbahn kann man hier für zwei Dollar über den East River hinweg auf Roosevelt Island fahren und von dort aus die Aussicht auf Manhattan - insbesondere das UNO-Gebäude - genießen.

Den Weg zur UNO lohnt sich nicht besonders. Das Viertel darum sowie die UNO an sich sind mittlerweile ziemlich heruntergekommen und werden aktuell erst wieder aufgepeppt.

Den schönsten Blick aus dem Central Park heraus auf die Skyline Midtowns gibt es meiner Meinung nach auf Höhe des Central Park Zoos über die Trump Eiskunstlaufbahn hinweg.

Den Weg hoch zu Strawberry Fields, unweit des Dakota Buildings, vor dem John Lennon einem Attentat zum Opfer fiel, kann man sich sparen. Sofern man nicht gerade Fan ist. Falls man dennoch den Ort besuchen sollte, lohnt sich ein kleiner Abstecher in Richtung Westen zum Lincoln Center. Hier gibt es ein paar nette, einfache Restaurant.

Zwar ist es nicht jedermanns Sache, aber mir hat die Bootstour mit der Circle Line viel Spaß bereitet. Es gibt unterschiedliche Touren. Alle starten an der 42. Straße westlich. Die längste Tour dauert rund 3 Stunden und geht einmal komplett um Manhattan herum. Allein wegen den unterschiedlichen Brücken und den anderen Einblicken lohnt sich die Fahrt sehr. Eine kürzere Variante ist nur die Fahrt um die Südspitze, welche aber auch ein Erlebnis darstellt. Die kürzeste Fahrt, nur zur Freiheitsstatue und zurück, sollte man dagegen lieber nicht in Anspruch nehmen.

Persönlich finde ich es schöner, ab dem Battery Park mit der Statue Cruises zur Freiheitsstatue zu fahren und auf dem Rückweg kurz auf Ellis Island vorbeischauen. Leider merkt man gerade hier, dass öffentliche Gelder in den USA immer knapper werden. Aber der Blick von Ellis Island auf Lower Manhattan ist einfach genial.

Alternativ ist auch der Blick von Governors Island empfehlenswert. Mein Favorit ist jedoch Ellis Island.

In der Nähe des Battery Parks befindet sich auch das 9/11 Memorial. Wie bei den meisten Attraktionen in New York kann man hier Tickets bereits im Vorfeld bestellen. Die Tickets sind stets kostenlos, sind aber an einen Tag sowie Uhrzeit gebunden. Kommt man deutlich zu spät oder zu früh, hat man Pech. Vor Ort kann man auch Tickets im Shop besorgen. Dieser liegt jedoch deutlich abseits des eigentlichen Eingangs. Ich persönlich habe selten so eine gelungene Gedenkstätte gesehen, wie das 9/11 Memorial. Ein Besuch ist echt empfehlenswert. Wer allerdings Angst vor langen Schlangen und dutzenden stark bewaffneten Aufsehern hat, sollte den Ort lieber meiden.

Früher konnte man direkt vom nördlichen Turm des World Trade Centers in den Winter Garden des World Financial Centers gehen. Heute muss man einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Gerade an schönen Tagen lohnt es sich aber, da man am Fuße des Atriums an einem kleinem Yachthafen gemütlich etwas trinken und die Abendsonne genießen kann.

Nicht verpassen sollte man, einmal über die Brooklyn Bridge gegangen zu sein. Für mich jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Um die Brücke in voller Länge betrachten zu können, eignet sich der Brooklyn Bridge Park sowie Pier 17. Für schöne Fotos sind der Sonnenaufgang sowie der späte Abend besonders geeignet.

Sofern man Freude am Schlendern und Entdecken hat, sollte man für Little Italy, Chinatown und Soho einen ganzen Tag einplanen. Besonders geeignet scheint mir der Samstag, da regelmäßig ganze Straßenzüge gesperrt sind, so dass auf der Straße spazieren gehen kann. Neben der 5th Avenue bietet sich gerade Soho für's Shopping an. Die Geschäfte sind ähnlich, allerdings teilweise günstiger und sprechen ein deutlich jüngeres Publikum an.

Vor einigen Jahren für Touristen noch völlig undenkbar, kann ich heute jedem die U-Bahn empfehlen. Im Gegensatz zu Taxis und Bussen ist die U-Bahn ein schnelles, preiswertes Fortbewegungsmittel rund um die Uhr.

Auch wenn das Flatiron Building etwas abseits aller Touristen-Wege liegt, lohnt sich der Abstecher. Der District wurde in den letzen Jahren deutlich von den Anwohnern aufgewertet, so sind beispielsweise rund um das Flatiron einige Straßen für den Verkehr gesperrt. Zudem gibt es kostenloses WLAN.

Ein Abstecher in das größte Kaufhaus von New York, dem Macy's, lohnt sich immer. Innerhalb eines ganzen Blocks findet man eigentlich alles, was das Herz begehrt zu normalen US-Preisen. Für Touristen besonders interessant ist, dass man beim Kundencenter bei Vorlage des Reisepasses einen Coupon bekommt, der in etwa der örtlichen Steuer entspricht.

Generell sollte man bei allen Preisen in Geschäften aufpassen. Sie beinhalten nie die örtliche Steuer.

Zu guter Letzt kann ich allen netz-affinen Menschen den Besuch der New York Public Libary empfehlen. Das Gebäude ist imposant, der Umgang mit Büchern sowie den neuen Medien ebenso. Das es hier kostenloses WLAN gibt, dürfte dann auch keinen mehr überraschen. Vor einem der beiden großen Lesesälen befindet sich übrigens in einer Vitrine eine echte Lutherbibel. Sehr beeindruckend!

Weitere Bilder von meinem letzten Trip nach New York gibt es übrigens hier.

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